Smoothie-Fasten: Was diese Woche wirklich mit mir gemacht hat (Teil 2)

Collage aus grünen Smoothies und Suppen, in der Mitte Katharina Hymer lächelnd am Tisch
Teilen:

Im ersten Teil habe ich dir erzählt, was Smoothie-Fasten überhaupt ist und wie eine Fastenwoche abläuft. Jetzt wird es persönlich: Was hat diese Fastenauszeit – meine bereits dritte Smoothie-Fastenwoche – konkret mit mir gemacht?

Wie ich zum Smoothie-Fasten gekommen bin

Zum Smoothie-Fasten kam ich vor drei Jahren. Damals hatte ich einen schweren Schub meiner Autoimmunerkrankung, dazu über längere Zeit Cortison – und danach wollte ich meinem Körper etwas zurückgeben. Bei meiner Recherche bin ich auf das Smoothie-Fasten gestoßen und einfach geblieben. Dieses Jahr war ich nach der ersten Woche so motiviert, dass ich zu Hause während des Arbeitens gleich noch eine zweite drangehängt habe.

Was beim Fasten mit mir passiert ist

Fangen wir mit dem an, was mir am wenigsten wichtig ist: der Zahl auf der Waage. Minus 3,5 Kilo nach zwei Wochen – ehrlich gesagt keine beeindruckende Zahl, und genau deshalb wiege ich mich beim Fasten auch gar nicht gern. Viel aussagekräftiger finde ich es, ein Maßband zu nehmen oder einfach das Lieblingskleidungsstück aus dem Schrank zu holen und es am Ende anzuprobieren. Bei mir waren es insgesamt 5,7 Zentimeter, davon allein 4,5 am Bauch. Im Gesicht bin ich sichtbar schmäler geworden – das haben mehrere Leute aus meinem Umfeld ungefragt angemerkt, ohne dass ich etwas gesagt hätte.

Auch mein Hautbild hat sich verändert: Altersflecken im Gesicht sind heller geworden, die Cellulite an den Oberschenkeln hat sich sichtbar zurückgebildet. Und ich fühle mich vitaler, mit erstaunlich wenig Lust auf Kohlenhydrate oder Süßes – was mich am meisten erstaunt hat, weil das sonst mein größter Knackpunkt ist.

Ich messe während des Fastens jeden Tag mit Ketose-Sticks, ob mein Körper in der Fettverbrennung ist. Kleiner Kontrollfreak, ich weiß – aber es motiviert mich ungemein, schwarz auf weiß zu sehen, dass der Stoffwechsel genau das tut, was er soll.

Auch meine Körperanalyse-Waage zeigte nach dem Fasten deutliche Unterschiede: mein viszerales Fett gesunken, der Wasseranteil in meinem Körper gestiegen, und selbst mein biologisches Alter ein Jahr weniger. Zahlen, die mir zeigen: Da drinnen tut sich wirklich etwas – nicht nur auf der Waage.

Eine Sache hat mich dabei besonders überrascht: Normalerweise braucht es beim Smoothie-Fasten alle zwei Tage einen Einlauf, weil die Verdauung ja weitgehend ruhig steht. Bei mir hat sich der Körper diesmal anders reguliert – meine Verdauung war ab dem dritten Fastentag von selbst regelmäßig aktiv. Wie unterschiedlich der Körper auf so eine Fastenwoche reagieren kann, fasziniert mich jedes Mal aufs Neue.

Für die Aufbautage habe ich mich diesmal für fünf Tage vegan-ketogene Ernährung entschieden. Ehrlich gesagt hat es mich schon am dritten Tag wieder zu einem grünen Smoothie gezogen – und dabei ist es geblieben. Ich trinke ihn morgens inzwischen wieder regelmäßig.

Was beim Fasten allgemein passiert

Bei mir merke ich das Fasten vor allem so: Der Verdauung fehlt plötzlich die Arbeit, die sie sonst den ganzen Tag leistet – und die frei gewordene Energie geht spürbar woandershin. Nach ein paar Tagen wird der Kopf ruhiger, der Blick auf die eigenen Gewohnheiten schärfer. Man merkt plötzlich, wie viel man aus reiner Routine isst statt aus echtem Hunger.

Mein Fazit

Drei Mal habe ich das Smoothie-Fasten jetzt gemacht, und jedes Mal überrascht mich mein Körper aufs Neue – mal an der Haut, mal an der Verdauung, mal einfach daran, wie viel ruhiger mein Kopf wird. Die Zentimeter und die Werte auf der Körperanalyse-Waage sind schöne Bestätigungen, aber das Eigentliche passiert für mich woanders: in der Zeit, die ich mir nehme, und in dem, was ich danach wieder mit nach Hause bringe. Genau deshalb wird es auch nicht mein letztes Mal gewesen sein.

Wenn du selbst spüren willst, was Fasten mit dir macht

Du musst nicht gleich eine ganze Woche Fastenurlaub buchen, um zu merken, wie gut eine Pause deinem Körper tut. Mit dem Fasten-Quickie DIY kannst du dir dein eigenes 3-Tage-Fastenerlebnis nach Hause holen – ganz in deinem Tempo, ohne Gruppendruck, aber mit derselben liebevollen Begleitung. Schau vorbei und finde heraus, was in dir steckt, wenn du deinem Körper eine echte Pause schenkst.


Katharina Hymer
mehr Balance – ärztlich geprüfte Fastenleiterin & Ernährungstraining